

Ost trifft West
Berlin lebt wie keine andere Stadt zwischen Geschichte und Erneuerung, die Metropole zwischen Ost und West, spannender kann Leben nicht sein.
Die Museumsinsel ist ein einzigartiges Kulturerbe, in dem fünf bedeutende Museumsbauten in einem Ensemble an der Spree vereint sind: das Alte Museum, vor dem sich der Lustgarten erstreckt; das Neue Museum; die Alte Nationalgalerie; das Pergamonmuseum und das Bode-Museum. Der in hundert Jahren gewachsene Museumskomplex wurde im Zweiten Weltkrieg zu mehr als 70 % Prozent zerstört. Die aufwändigen Restaurierungsarbeiten sind noch längst nicht abgeschlossen.
Das Tempodrom ist eine Kulturarena. Gegründet wurde das Tempodrom am 1. Mai 1980 am Potsdamer Platz von Irene Moessinger. Das kleine Zelt, das dann lange Zeit im Tiergarten stand, wurde bekannt für seine Konzert- und Theaterprogramme. Das Tempodrom musste in den 90ern aufgrund der geplanten Regierungsbauten sein Domizil im Tiergarten verlassen. Der Neubau am Anhalter Bahnhof adaptiert die Zeltform des alten Tempodroms.
Seit November 1997 werden im Guggenheim Deutschland hochkarätige Ausstellungen und auf den Raum bezogene Auftragswerke gezeigt (Archiv). Die Ausstellungshalle des Deutsche Guggenheim befindet sich im Erdgeschoss des 1920 erbauten Sandsteingebäudes der Deutschen Bank. Nach Entwürfen des amerikanischen Architekten Richard Gluckman entstand dort eine 510 Quadratmeter große, klar strukturierte Galerie. Sie steht in der Tradition weiterer renommierter Museumsbauten Gluckmans wie dem Dia Center for the Arts in New York und dem Andy Warhol Museum in Pittsburgh.
Die “Freie Volksbühne Berlin" wird 1890 als eine heute noch bestehende Besucherorganisation gegründet, die der Arbeiterschaft den regelmäßigen Theaterbesuch ermöglichen soll. Sie betreibt eigene Theater, wie die 1914 eröffnete Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, die während des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört und in den fünfziger Jahren wieder aufgebaut wurde. Seit 2001 ist das Haus der Berliner Festspiele GmbH Hauptspielstätte für das Theatertreffen Berlin.
Das Jüdische Museum wurde am 9. September 2001 eröffnet. Der Grundriss symbilisiert einen zerbrochenen Davidsstern. Neben dem gelben Barockbau des Berlin-Museums, das auch den Eingang zum Jüdischen Museum bildet, entstand das Gebäude nach Plänen des Architekten Daniel Libeskind. Im Innern befinden sich neben den Ausstellungsräumen der fensterlose Holocaustturm. Draußen ist der Garten des Exils angelegt, in dem Pfeiler auf einer abschüssigen Ebene errichtet sind, welche die Isolation und Orientierungslosigkeit des Lebens im Exil widerspiegeln.